Museum Grünes Haus
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28.06.2018
Entdeckt! - Archäologie im Außerfern

In der heurigen Sommerausstellung im Museum im Grünen Haus werden wir die archäologischen Forschungsergebnisse der letzten zehn Jahre beleuchten. Galt der Bezirk Reutte lange Zeit als Fundarm, so beginnt sich dieser Zustand zu wandeln. Neben spannenden Fundstücken werden wir auch auf die modernen Forschungsmethoden eingehen die die Archäologen anwenden um der Vergangenheit auf die Spur zu kommen.

Bereits in der Steinzeit wurde das Außerfern von Menschen aufgesucht, die hier allerdings noch keine Dauersiedlungen errichteten. Ihr Interesse galt den Bodenschätzen und Mineralien, die sie für Werkzeuge und Waffen benötigten. In der Bronze- und Eisenzeit wurde nach Rohstoffen gesucht, mit denen Metalle hergestellt werden konnten. Mit der römischen Staatsstraße Via Claudia Augusta kamen Soldaten, Kaufleute und Händler in unserer Gegend. Die Römer brachten ihre Kultur, aber auch Münzen als Zahlungsmittel mit. An Straßenstationen (wie in Biberwier) konnte man Pferde wechseln und sich von der anstrengenden Reise durch die Alpen erholen. Nach der Völkerwanderungszeit entstanden erste Dauersiedlungen. Mit dem hl. Magnus hielt auch das Christentum Einzug im Außerfern. Bei archäologischen Untersuchungen unserer Kirchen wurden in den vergangenen Jahren nicht nur Gräber von Geistlichen und Adeligen entdeckt, sondern es kamen Münzen, Rosenkränze, Votivgaben und Keramik zum Vorschein.

Von großem Interesse ist das Festungsensemble Ehrenberg. Immer wieder werden gerade hier Spuren der Vergangenheit entdeckt und rekonstruiert. Geomagnetische Untersuchungen ergeben hier auch immer wieder neue Forschungsansätze.

In der heurigen Sommerausstellung im Museum im Grünen Haus werden deswegen nicht nur die Arbeit und die Methoden der Archäologie präsentiert. Mehrere Museen und Institute haben sich bereit erklärt, bedeutende archäologische Funde aus allen Epochen in Reutte zu präsentieren.

Ein weiterer Höhepunkt wird dabei ein wissenschaftliches Symposium sein, dass in Kooperation der Universität Innsbruck unter Leitung von Gerald Grabherr und Barbara Kainrath und dem Verein Via Claudia Augusta Tirol am 19. und 20. Oktober 2018 in der Bretterkapelle in der Ehrenberger Klause bei Reutte stattfinden wird.

Rahmenprogramm:
- Ausstellungseröffnung: Donnerstag 28. Juni 2018
- "Frühzeitliche Funde im Außerfern", Vortrag von Margarethe Kirchmayr, Donnerstag 5. Juli 2018, 19:00 Uhr
- "Die Via Claudia Augusta und Römerstraßen im Voralpenland", Vortrag von Klaus Wankmiller, Donnerstag 2. August 2018, 19:00 Uhr
- Exkursion entlang der Via Claudia Augusta zwischen Pinswang und Füssen als Kooperation des Museumsvereins Reutte und dem Historischen Verein "Alt Füssen", Samstag 8. September 2018, 14:00 Uhr
- "Neue Forschungen zur Via Claudia Augusta", wissenschaftliches Symposium, 19. und 20. Oktober 2018
- Ende der Ausstellung im Grünen Haus am 27. Oktober 2018


Downloads:
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11.09.18
Vortrag über die Via Claudia Augusta und andere Römerstraßen
Nicht alle Wege führen nach Rom. Die Via Claudia Augusta ist die bekannteste Römerstraße nördlich der Alpen. Klaus Wankmiller wird bei seinem Vortrag um 19:00 Uhr im Museum im Grünen Haus in Reutte zeigen, wo die Straße verlief und wie sie sich in das übrige römische Straßennetz einfügte.
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Kommende Veranstaltungen:

02. August 2018, 19:00 Uhr
Vortrag "Die Via Claudia Augusta und Römerstraßen im Voralpenland" von Klaus Wankmiller

01. September 2018, 14:00 Uhr
Samstagskultur in die Wunderkammer Elbigenalp

08. September 2018, 14:00 Uhr
Samstagskultur entlang der Via Claudia Augusta

11. September 2018, 19:00 Uhr
Vortrag "Die Via Claudia Augusta und Römerstraßen im Voralpenland" von Klaus Wankmiller

16. September 2018
Ausstellungsfahrt nach Innsbruck zur Uni und ins Landesmuseum




 

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